Filmfrühstück 2022

 

 

„Oro Blanco“- Weißes Gold

Ein hoher Preis für Lithium

Dokumentar-Kurzfilm „Oro Blanco“, was übersetzt so viel wie weißes Gold bedeutet. Er prangert unverblümt die Misswirtschaft in Argentiniens Salzwüste an und stellt in starken und auch schönen Bildern den Kontrast zwischen dem Leben der Einwohner und dem Raubbau der Westler heraus.

In den Salzwüsten im Nordwesten Argentiniens leben die Einheimischen von Lama-Zucht und traditionellen Salzabbau. Dafür benötigten sie auch die spärlichen Wasserquellen. Doch seitdem Lithium in dieser Gegend abgebaut wird, wird das Wasser immer knapper und raubt ihnen ihre Existenzgrundlage.

Das Leben der Bevölkerung wird bestimmt von Lama-Aufzucht und Salzgewinnung. Die Bedrohung von außen nimmt ihnen mehr und mehr die Existenzgrundlage, durch den Verbrauch des wenigen Wassers. Doch Gisela Carbajal Rodríguez und ihr Team wählten einen anderen Weg, als direkt die Schäden einzufangen. Sie zeigen die Schönheit der Natur, ihre Unberührtheit und nur im Hintergrund lässt die Gefahr sich erahnen. Doch es ist auch nicht nötig, es detaillierter zu zeigen. Denn die Protagonisten sprechen die Kritik und ihre Ängste offen aus und richten die Botschaft klar an die Zuschauer, welche alle durch den Besitz oder die Nutzung neuer Technologie einen Teil dazu beitragen. „Oro Blanco“ ist ein moralischer Film, der Informationen durch schöne Bilder und Interviews vermittelt und mit seiner klaren Botschaft einen Anstoß zur Besserung sein möchte.

Fazit: Der deutsch-argentinische Kurzfilm „Oro Blanco“ der Regisseurin Gisela Carbajal Rodríguez erzählt eine Geschichte von Naturschändung und Ausbeutung, welche Konsequenzen das nicht nur für die Einwohner, sondern auch weltweit, nach sich zieht. Mit schönen, idyllischen Bildern und seiner klaren Botschaft ruft der Film zum Umdenken auf und schafft ein Bewusstsein für etwas, bei dem lieber weggeschaut wird.



Chicks ON BOARDS – Das Meer kennt keine Grenzen

Dörthe Eickelberg hat mit Chicks on Boards einen ganz besonderen Surffilm kreiert. Es ist eine Surf-Dokumentation über starke Frauen, die Mutiges wagen und Grenzen sprengen. Es sind Rebellen auf Surfboards, die Freiheit gegen alle Widerstände fordern – auch wenn ihre Leidenschaft, das Surfen, eine Provokation für ihre Kultur ist.

Wellenreiten ist aktuell ein sehr Männer dominierter Sport und weibliche Surfer gehören auch in unserer westlichen Kultur immer noch zur Minderheit. Dörthe Eickelberg macht sich in ihrer Surf-Dokumentation auf die Suche nach den surfenden Frauen in aller Welt.

Sie nimmt uns mit nach Indien, Südafrika und Gaza. Gemeinsam mit ihr lernen wir fremde Kulturen und außergewöhnlicher Menschen kennen, die alles für ihre Leidenschaft aufs Spiel setzen.

Für die porträtierten Surferinnen in diesem Film ist Surfen ein Ausdruck ihrer Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist für sie viel mehr als nur ein Sport, es ist eine Bewegung! Einige von ihnen riskieren verdammt viel für ihre Leidenschaft.

Eine Welt Gruppe Thalgau